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Reisebericht über die KINDER des HIMALAYA - Mitgliederreise nach Ladakh im Sommer 2005  
von Marita Jochem
 
Die Leute sind trotz ihrer Armut zufrieden und freundlich. Sie singen oftmals bei ihrer Arbeit, was mich an die Arbeitsgewohnheiten erinnert, die während meiner Jugendzeit aktuell waren. Leider ist das bei uns schon lange nicht mehr der Fall. 

Ladakh an sich hat mich überwältigt. Die Berge, die schmale Straßen im Gebirge, sowie auch die Art und Weise, wie Autofahrer es vollbringen, auch in diesen Verhältnissen noch zu überholen war manchmal im wahrsten Sinne atemberaubend. 

Eine ursprüngliche Absicht der Reise war gewesen, mein 'Patenkind' - eine Seniorin im Mahabodhi-Altenheim - kennenzulernen. Leider verstarb sie wenige Monate vor unserer Reise. Wir haben daraufhin das Seniorenheim besucht, in dem sie lebte. Dort wurden uns die Räumlichkeiten vorgestellt und wir trafen im Gemeinschaftsraum auf die Altersheimbewohner. Nach anfänglicher Zurückhaltung, die sich jedoch schnell legte, begannen sie uns alte Lieder und Tänze vorzuführen. Es war ein beeindruckendes Erlebnis, die Zufriedenheit und Dankbarkeit der Senioren trotz den äußerst bescheidenen Lebensbedingungen zu erleben.

Ich hatte die Möglichkeit gemeinsam mit Thorsten Höhn die Familie seines Patenkindes zu besuchen. Wir erhielten Tee sowie ein sehr leckeres und aufwendiges ladakhisches Essen aufgetischt. Desweiteren übergaben wir zur Begeisterung der Kinder unsere mitgebrachten Geschenke, und begannen sogleich mit ihnen ein wenig zu spielen. Ein Gespräch war nur schwierig möglich, da die Eltern kein Englisch sprachen, jedoch half uns Thorstens Patenkind bei der Übersetzung des Gesprächs von Englisch in Ladakhi. 

Während unseres Aufenthaltes unternahmen wir noch einige weitere Aktivitäten, unter anderem einen mehrtägigen Trek durch das Nubra-Tal mit Übernachtung in einem sehr abgeschiedenen ladakhischen Dorf, Besuch von mehreren buddhistischen Klosteranlagen, eine Schulaufführung, sowie eine zweitägige Jeep-Fahrt von Leh in Ladakh über den Himalaya nach Shimla. Von dort aus fuhren wir mit dem Zug weiter nach Delhi, wo wir zwei weitere Tage mit der Besichtigung der Stadt und ihrer Sehenswürdigkeiten verbrachten bevor wir wieder in den Flieger zurück nach Deutschland stiegen.

Insgesamt waren die drei Wochen in Ladakh ein fabelhaftes und prägendes Erlebnis, das ich unter keinen Umständen missen möchte. Ich kann jedem Mitglied empfehlen, bei der nächsten Reise teilzunehmen.
 
Viel Aufregung im Boys-Hostel Im Girls-Hostel Blick über das Nubra-Tal
Viel Aufregung im Boys-Hostel Im Girls-Hostel Blick über das Nubra-Tal
  
Zu Besuch beim Patenkind meines Sohnes Torsten Gesang und Tanz im Seniorenheim
Zu Besuch bei der Familie des Patenkindes meines Sohnes Torsten Gesang und Tanz im Seniorenheim
  
Aufforderung zum Tanz In einem Sikh-Tempel in Delhi  
Aufforderung zum Tanz In einem Sikh-Tempel in Delhi

KINDER des HIMALAYA e.V.